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Eine E-Mail-Bewerbung muss genau wie das Pendant aus Papier mit erheblicher Sorgfalt erstellt werden. Wie bei einer herkömmlichen Bewerbung gilt es, diese einzeln anzufertigen und individuell zu verschicken; Serienmails sind ein absolutes Tabu! Auch wenn es verlockend erscheint, einfach per Kopieren/Einfügen-Funktion quasi Fließband-Bewerbungen zu fertigen, sollte man dies unterlassen.
Natürlich sind Aufwand und Inhalt einer E-Mail-Bewerbung vergleichbar mit einer schriftlichen Bewerbung – wie bei einer postalischen Bewerbung werden auch hier Anschreiben, Lebenslauf und die wichtigsten Zeugnisse sowie manchmal auch Arbeitsproben gefordert.
Betreff und Absender
Der Betreff sollte das Wort „Bewerbung“ beinhalten, außerdem ist es wichtig eindeutig anzugeben, für welche Position man sich bewirbt bzw. für welchen Unternehmensbereich man sich interessiert. Initiativbewerbungen wecken mit einer persönlichen Anrede und einen aussagekräftigen Slogan das Interesse des Personalers und erhöhen damit die Wahrscheinlichkeit gelesen zu werden.
Aber Vorsicht! Wird kein Betreff angegeben oder etwas zu Abstraktes kann es passieren, dass die E-Mail vom Spam-Filter aussortiert wird. Kreativität hat also ihre Grenzen.
Ferner ist unbedingt zu berücksichtigen, eine seriöse E-Mail-Adresse zu verwenden, am besten und mittlerweile Standard ist hier die Form Vorname.Nachname@Provider.de. Zudem gilt es zu beachten, dass die email-Bewerbung möglichst nicht über einen Freemail-Anbieter, welcher Werbung integriert, verschickt wird – dies macht keinen guten Eindruck und birgt das Risiko, im Spamordner zu landen.
Adressat
Um sicherzustellen, dass die Bewerbung die richtige Person im Unternehmen erreicht, am besten die im Stellenangebot angegebene E-Mail-Adresse benutzen oder – besonders im Falle von Initiativbewerbungen – einen persönlichen Ansprechpartner herausfinden. Hier kann man sich sowohl telefonisch als auch auf der Firmen-Homepage nach der richtigen E-Mail-Adresse erkundigen.
Auf keinen Fall Bewerbung an Sammeladressen wie "info@..." oder "kontakt@..." senden, da hier eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass die Bewerbung untergeht oder aussortiert bzw. gar nicht erst gelesen wird. Das wäre doch schade um die Zeit, die man dafür investiert hat!
Man sollte zudem keine Leseempfehlung oder Bestätigungsempfehlung anfordern, denn dies wird bei Personalern äußerst ungern gesehen.
Anschreiben
Das obligatorische Anschreiben wird entweder formatiert wie ein Brief und als PDF angehängt oder direkt in der E-Mail verfasst. Es empfiehlt sich allerdings, ein formatiertes PDF-Anschreiben an die E-Mail anzuhängen und eine Kurzform des Anschreibens – welche Leselust auf die Bewerbung macht – mit Hinweis auf die weiteren Anlagen in die eigentliche Mail zu setzen.
In der PDF-Datei bleibt die Formatierung des ursprünglichen Dokuments erhalten. Das sieht besser aus als bei einer E-Mail, wo mitunter unglückliche Verschiebungen oder ähnliche Deformationen vorkommen.
Auch in der E-Mail muss das Anschreiben eine angemessene Anrede und abschließende Grußformel enthalten. Am Schluss der E-Mail sind die vollständigen Kontaktdaten – also Name, Adresse und Telefonnummer(n) – anzugeben.
Im Anschreiben sowie in der gesamten Bewerbung sollte man eine einheitliche Formatierung beibehalten, eine gängige Schriftart benutzen und eine übertriebene, ausgefallene Gestaltung vermeiden.
Groß- und Kleinschreibung gilt es natürlich ebenfalls zu beachten, auf Umgangssprache und unnötige Abkürzungen sollte man tunlichst verzichten. Auch emoticons haben in der eMail-Bewerbung absolut nichts verloren!
Achtung bei Sonderzeichen: Es kann vorkommen, dass diese in der Programmversion des Empfängers nicht richtig dargestellt werden.
Und nicht vergessen, sowohl Anschreiben als auch die Anhänge noch einmal auf Tippfehler zu überprüfen bzw. überprüfen zu lassen.
Anhänge
Man sollte nur wesentliche und für die Bewerbung relevante Dokumente beifügen, falls möglich alle Informationen in einem PDF-Dokument zusammenfassen und mehrere Anhänge vermeiden. Auf jeden Fall sollten die Anhänge eine Größe von 1 - 2 MB nicht überschreiten, da größere Dateien nur zu blockierten Posteingängen führen und lange Ladezeiten zur Folge haben.
Die angehängten Dateien sind sinnvoll und eindeutig zu benennen.Als Dateiformat ist PDF der gängige Standard – bei anderen Dateiformaten wie z.B. Word besteht die Gefahr, dass Viren übertragen werden, Formatierungen verloren gehen oder dass diese wie z.B. Zip-Files oftmals nicht geöffnet werden können.
Besondere Sorgfalt sollte man auch bei einzuscannenden Zeugnissen und Bildern walten lassen, also auf gute Qualität, Vollständigkeit, Reihenfolge und Lesbarkeit achten. An dieser Stelle noch ein kleiner Tipp: Das Bewerbungsfoto nicht gesondert anhängen sondern in den Lebenslauf integrieren.
Alle Dokumente müssen sich auf jeden Fall problemlos ausdrucken lassen und vor dem Abschicken sollte man sich noch einmal vergewissern, dass alle angekündigten Anhänge auch hochgeladen und nichts vergessen wurde.
Nach dem Abschicken
Nachdem die E-Mail-Bewerbung abgeschickt wurde, empfiehlt es sich täglich seine E-Mails abrufen, um zeitnah auf eMails des Unternehmens reagieren zu können.
Da man jedoch nie sicher sein kann, dass E-Mails auch wirklich ankommen, am besten - falls man vom Unternehmen keine Empfangsbestätigung erhalten hat - nach zwei bis drei Tagen telefonisch Kontakt aufzunehmen und höflich nachzufragen.
von Kristin Andreas
(Quellen: www.karrierebibel.de,www.stepstone.de / Bild: www.sxc.hu)